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May 2018 Digital Water. No Water. No Cloud., coming up somewhere near you

Our daily life is based on interactions and ever more often our communication takes place online, in the digital world. As to say the “analog” world, the “real” life, is slowly transferred into the cyberspace. It becomes intangible. But what if the digital is located on this planet and feeds from it as much as we humans do?
In my work I collect pieces of the Cloud and its manifestations to indicate the material world of the immaterial Cloud. As the Cloud becomes part of our environment, it gets a body. Huge amounts of data are shared all over the world and gather in the data centers. The geographical positions of these “endpoints” of the Internet are strategically located and are usually equipped with direct water supply, ideally situated by rivers or oceans.

FROM MUD TO OUTER SPACE
lecture performances

09.05.2018 From Mud To Outer Space, Lecture Performance, Donnerstags in der Bibliothek, Akademie der bildenden Künste Wien, Hauptgebäude, Augasse 2–6, 1090 Wien, Universitätsbibliothek, Lesesaal, 0.5.1, 19 Uhr

14.03.2018 Trink deine Milch! Bottoms Up! curated by Severin Dünser and Olympia Tzortzi, Fluc Wien

IN DER KUBATUR DES KABINETTS -der Kunstsalon im Fluc zeigt:

Bottoms Up!
Die Ausstellung besteht aus einer Reihe von Exponaten, die konsumierbar sind: Es geht um Getränke. Im speziellen Fall geht es um eine Reihe von besonderen Getränken, die von Künstlern konzipiert bzw. appropriiert wurden. Das zentrale Vermittlungsmedium ist eine Getränkekarte, in der sie beschrieben werden. In ihr sind die Bestandteile der jeweiligen Getränke aufgelistet, darüber hinaus werden die Flüssigkeiten geschichtlich und kulturell kontextualisiert, ihr Herstellungsprozess thematisiert oder auch die Rituale ihrer Einnahme reflektiert.
Beim gemeinschaftlichen Trinken werden soziale Bindungen geknüpft, es wird kommuniziert und interagiert. Die Wahl der Getränke definiert dabei auch die Beziehung der Partizipierenden untereinander, während damit verbundene Rituale Strukturen für die Art des Zusammenseins vorgeben. Was ansonsten die Kommunikation begleitet, wird in der partizipativen Ausstellung selbst zum inhaltlichen Kern, während es ganz in der Tradition der Relational Aesthetics ein Conversation Piece zu einer Sozialen Skulptur macht und umgekehrt.

Mit Werken von
Clegg & Guttmann, Julian Göthe, Christina Gruber & Clemens Schneider, Michele di Menna, Fernando Mesquita, Michael Part, Lucia Elena Průša und Marina Sula


Trink deine Milch! from erdbeer milchshake on Vimeo.



FROM MUD TO OUTER SPACE
book launch and lecture performance

25.01.2018 Depot, Wien (http://www.depot.or.at/)
30.01.2018 Salonschiff Fräulein Florentine, Linz (http://frl-florentine.at/)
01.02.2018 Angewandte Innovation Lab, Wien (http://www.ailab.at/)



From Mud To Outer Space

Eine subjektive Annäherung an die Flüsse Mississippi und Donau, durch das Prisma der Literaturgenres Science-Fiction, Fantasy und Horror. Das Buch wurde von Gewässerökologin & bildender Künstlerin, Christina Gruber (AT) und Seefahrerin & Animationsfilmerin, Paula Cohen (FR) gefertigt und geschrieben. Von Amstetten in Österreich bis an den Strand Sulinas in Rumänien versucht From Mud To Outer Space herauszufinden, was die Identität eines Flusses ausmacht. Dafür werden die Bibliotheken an den Flussufern, die Musik die entlang ihres Weges verläuft und die Leute die sie auf ihrer Reise treffen zu den wichtigsten Indikatoren.

Das Buch From Mud To Outer Space stellt die erste Publikation des interdisziplinären künstlerischen Forschungsprojektes von Christina Gruber dar. Hierfür kollaboriert sie mit Paula Cohen. Gemeinsam erforschen sie die Verbindungen zwischen West und Ost, transatlantischen Kabeln, Stören, Drachen und dem Weltall verschriebenen Küsten. Es geht um die Beziehung zwischen Wasser und Mensch. Gruber und Cohen weben dabei ein enges Netz über die Ozeane und Wasserwege der Welt, welches auf Literaturgenres basiert, die sie in den Bibliotheken der Flussufer auffinden.

Unterstützt von BKA Kunst und Kultur, ARTist - Alumniverein der Universität für angewandte Kunst Wien, SOYBOT - micro-publishing house und Deltaworkers, a nomadic artistic residence program, AIL (Angewandte Innovation Lab)
From Mud To Outer Space

A subjective approach of the rivers Mississippi and the Danube through the prism of science fiction, fantasy and horror literature genres. A book created and written by the freshwater ecologist and visual artist, Christina Gruber (AT), and the seafarer and animation filmmaker, Paula Cohen (FR). From Amstetten in Austria to Sulina’s beach in Romania, From Mud To Outer Space tries to identify what builds a river’s identity through the libraries on its shores, the music that floats along its path and the people that it meets along the way.
The book From Mud To Outer Space is the first publication of the interdisciplinary artistic research project by Christina Gruber, a freshwater ecologist and visual artist. She paired up with Paula Cohen to explore the link between West and East, transatlantic wires, sturgeons, dragons and space coasts. Simply, the relation between water and people. Gruber and Cohen weave a tight net over the world’s oceans and waterways based on literature genres they find in libraries on its shores.



ROSA RAUSCHEN // Teil 2
My Milkshake Brings All The Boys To The Yard
28.9. - 30.9.2017
Skulpturinstitut, 1030 Wien
Opening: 28.9.7 pm
Exhibition by Christina Gruber & Clemens Schneider

My milkshake
My milkshake brings all the boys to the yard
And they’re like, it’s better than yours,
Damn right it’s better than yours
I can teach you, but I have to charge

(Milkshake, Kelis, 2003)

Trink deine Milch!

My Milkshake Brings All The Boys To The Yard
öffnet seine Milchbar für drei aufeinanderfolgende Abende. Die ehemaligen Verkaufsräume der Milchverarbeitungsanlage treffen wieder auf die ihnen vertrauten Gerüche und Träume treffen auf Räume. Geprägt von Hollywood Blockbustern und den darin vorkommenden Produkten hat der Milkshake für uns eine besondere Rolle. Er steht für den Aufstieg und Fall eines Traumes. Den American Dream. Über die Dauer der Ausstellung verändert sich dieser Traum wie so viele. Die einzelnen Schichten werden sichtbar und der oberflächlich abgelagerte Schaum verschwindet allmählich.

Ein Dekonstruktionsprozess beginnt.

Der Milkshake ist ein süßes, kühles Erfrischungsgetränk, normalerweise aus Milch oder Eis in verschiedenen Geschmacksrichtungen hergestellt. Als Süßungsmittel kommt Zucker oder Sirup zum Einsatz.

Milkshakes, Diners, Full-Service Restaurants und Soda Fountains scheinen wie aus einer längst vergangen Zeit. Eine Zeit in der der American Dream noch eine Chance hatte. Alles war sauber und wurde immer noch besser. Fast kein amerikanischer Film kommt ohne die Szene des gemeinsamen Milkshake-schlürfens aus. Der Milkshake wird zu dem Default Date Drink aber immer mehr auch zum absoluten Gegenteil: die romantische Zweisamkeit bricht spätestens in Trainspotting (1996), wenn zwei Junkies über ihren Shake herfallen.
Aufgrund seiner Konsistenz und Farbe steht der Milkshake für das Reine, Unberührte, die Jungfräulickeit und so trinken meist Mädchen ihren Milkshake in Gegenwart ihrer älteren Begleitung (Lolita, 1997; Manhattan, 1979). Die Züchtigkeit dieses Milchgetränks geht spätestens in Pulp Fiction (1994) verloren als Vega auf Empfehlung von Mia den Milkshake kostet und ihn als pretty fucking good bezeichnet. Ähnlich geht es mit dem American Dream der nach und nach defragmentiert wird und auf neue Art und Weise ausgelegt wird. Analog dazu, wie der Begriff in der Politik verwendet wurde lässt er sich in amerikanischen Filmen wieder finden.

Mit Rauschmitteln versetzt wandelt sich der Engelstrunk in einen diabolischen Cocktail und wird zur Sinneserweiterung, aber auch zum Sleepover Milkshake (Guys and Dolls (1955), A Clockwork Orange (1971), Crawlspace (1986)).
Die Schattenseite dieser milchigen Versuchung gipfelt in 2007, wenn das Getränk nicht einmal mehr auf der Bildfläche erscheint, aber als Metapher für die Penetrierung des Erdbodens, Oil Drilling, steht (There Will Be Blood, 2007).
Der Traum vom amerikanischen Traum ist ausgeträumt. Die Pastellfarben verblassen langsam und es bilden sich Wolken.

Die einzelnen Schichten werden abgetragen.

Begonnen hat alles 1931, als James Truslow Adams in seinem Buch The Epic of America den Begriff des American Dream prägte. Für ihn beinhaltete dieser Traum: a “dream of a land in which life should be better and richer and fuller for every man, with opportunity for each according to his ability or achievement.” Und keineswegs war es für ihn: “It is not a dream of motor cars and high wages merely, but a dream of a social order in which each man and each woman shall be able to attain to the fullest stature of which they are innately capable, and recognized by others for what they are.”

Intensiv wurde der Begriff ab den 1960ern verwendet besonders nach der I Have a Dream Rede von Martin Luther King, 1963.

Seit den 1990ern hat sich der Begriff immer mehr in Richtung Kapitalismus gewendet und strebt hauptsächlich nach Anhäufung von möglichst vielen Habseligkeiten. Seit 2016 ist dieser Traum mit einem bitteren Beigeschmack versetzt, das zarte Rosa färbt sich orange. Ambivalenzen in einer globalisierten Welt werden neu verhandelt. In gleichem Maße, wie der Erdbeer-Milkshake von den Smoothies aus den Kühlregalen verdrängt wird, verliert auch der Blick Richtung Westen an Bedeutung.


Digital Water

Wednesday April 12 at 6PM, lecture and book launch of the International Cloud Atlas Vol. III (2016, 2nd edition) by Christina Gruber, at The Stacks, 900 Camp Street (inside the CAC).


Volume III of the International Cloud Atlas (2016, 2nd edition) deals with the analog parts in the digital world, in this case water. A digital “cloud” (a network of servers) needs water to cool down its processors to be able to stream data at the highest speeds. The first digital “cloud” is described in the third Volume of the International Cloud Atlas. This specific “cloud” is located in a small village in Upper Austria, Kronstorf. Here Google purchased land for a future data center. These manifestations of the digital world become visible and add an additional layer on the Earth’s surface. “Digital Water” engages in the relationship the user has with streams of data and the connection to water streams in the “real” world. The virtual world is connected to the most abundant element in the world: water, and gains actual weight.

According to the World Meteorological Organisation (International Cloud Atlas, 1975) clouds are so called hydrometeors. A meteor is a phenomenon observed in the atmosphere or on the surface of the earth, which consists of a suspension, a precipitation, or a phenomenon of the nature of an optical or electrical manifestation. Clouds consist of minute particles of liquid water or ice, or of both, suspended in the atmosphere and usually not touching the ground. However, a specific cloud does not permanently consist of the exact same particles. Technically speaking, a cloud is not even an object, but an area in the atmosphere reaching over saturation.

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